Eigene Entwicklung Power RM1250pro
Vor fast 15 Jahren brachte Dabekausen sein eigenes Mähwerk Power RM 1250 Pro für die Heckenpflege auf den Markt. Dieses neu entwickelte traditionelle 125 cm breite Mähwerk arbeitet mit zwei Rotoren. Beide haben sowohl ein Messer, das die Äste schneidet, als auch ein zweites Messer, das die geschnittenen Äste mulcht. Die zweite Klinge ist tiefer in der Schaufel montiert, senkrecht zur Schneidklinge. Dieses System kann problemlos Äste mit einem Durchmesser von bis zu 25 mm verarbeiten. Und das ist manchmal auch nötig. In der Regel schneiden wir in unserem Land ein- bis zweimal im Jahr Hecken und Hecken. Bei schnell wachsenden Hecken, wie z. B. Weißdorn, können die großen Äste jedoch schnell eine Länge und Dicke von über 80 cm erreichen. In diesem Fall ist es sinnvoll, etwas mehr Kapazität zur Verfügung zu haben. Jeroen Huijsmans, Direktor bei Dabekausen, erklärt: „Wir haben unser Mähdeck für die schwereren Bestände entwickelt, aber es eignet sich natürlich auch für feinere Mäharbeiten, wie die von Hainbuche, Liguster oder Schneebeere in Beeten. Wenn man mit dem nötigen Gefühl und Geschick die Fahrgeschwindigkeit an die Masse der Blätter und Äste in schwereren Beständen anpasst, funktioniert das Mähen und gleichzeitige Absaugen mit einem herkömmlichen Mähdeck sehr gut.
Keine Blockaden mehr
Wir arbeiten ständig daran, die Funktionsweise des Systems zu verbessern. Huijsmans: „Bei grobem Material, vor allem wenn es etwas länger ist, besteht eine echte Chance, dass es zu Verstopfungen im Ansaugsystem kommt. Die Absaugung sorgt dafür, dass die grüne Masse im Kippbunker landet. Aber kleine Zweige, auch wenn sie nur 10 mm dick und 20 cm lang sind, können das Absaugrohr verstopfen. Das ist sehr ärgerlich. Der Fahrer muss dann vom Traktor oder Selbstfahrer absteigen, gegen das Rohr klopfen und gleichzeitig die Pflanze saugen lassen. Die Lösung, die die Spezialisten von Dabekausen gefunden haben, ist ebenso einfach wie effektiv. Sie entwickelten einen Häcksler, der auf dem Mähwerk montiert wird. Diese Anwendung kennen wir schon seit Jahren, zum Beispiel bei Gartenabfallhäckslern oder, in einer größeren Ausführung, bei einem Maishäcksler. Huijsmans: „Wir haben uns für einen relativ kleinen, aber 50 kg schweren ein schweres Gerät, das die grüne Masse mit Leichtigkeit bewältigen konnte. Es handelte sich schließlich um einen Walzenhäcksler mit einem feststehenden Gegenmesser, einer Art Schlagleiste. Dieser zerkleinert die holzigen Teile zu Hackschnitzeln. Der Durchgang des Geräts misst 320 mal 130 mm. Der Häcksler schlägt die Zweige grob in Stücke von bis zu 15 mm. Der Messerkorb dieses Häckslers hat drei Messer und wird gleichzeitig mit dem Schneidwerk hydraulisch angetrieben. Beide laufen sozusagen synchron. Wenn also ein Häcksler montiert ist, ist er immer in Betrieb. Für zusätzliche Sicherheit sorgt eine (optionale) Messerbremse. Diese sorgt dafür, dass der Häcksler beim normalen Anhalten oder in Notfällen innerhalb von Sekunden zum Stillstand kommt. Dies gilt dann auch für das Mähdeck.‘ Im Vergleich zu früheren Versionen hat dieses Mähdeck einige Verstärkungen erhalten, die das Gewicht des Häckslers ausgleichen sollen.
Großer Kapazitätsgewinn mit neuem Mähwerk
Natürlich haben wir die Entwicklung nicht überstürzt. Letzten Herbst haben wir den Häcksler einige Stunden lang auf Herz und Nieren geprüft. Natürlich macht ein Häcksler, der mit etwa 2300 Umdrehungen pro Minute läuft, etwas mehr Lärm“, räumt Huijsmans ein. Aber die Vorteile, die sich aus dem Dauertest ergeben haben, sind größer. Der Korpus mit Zerkleinerer reduziert Verstopfungen erheblich. In der Praxis bedeutet das, dass man bei einem schweren Stand weniger defensiv fahren muss. Infolgedessen kann man deutlich schneller fahren, ohne dass die Qualität des Mähens darunter leidet. Laut Huijsmans kann man damit in flachem Gelände eine Fahr- und Mähgeschwindigkeit von mehr als 5 km/h erreichen. Das funktioniert auf einer Landstraße, einer Autobahn oder einem Radweg. In der Praxis liegt eine realistische Arbeitsgeschwindigkeit in städtischen Gebieten, wo man auf Hindernisse oder unebene Flächen trifft, zwischen 1,5 und 3,5 km/h. Im letzteren Fall erleichtert die proportionale Lenkung von McConnel dem Bediener die sanfte Korrektur des Schneidarms, so dass die Hecke flach wird“, so Huijsmans. Alles in allem kann man mit diesem neuen Mähdeck je nach Situation von einem Leistungszuwachs von dreißig bis fünfzig Prozent sprechen. Da alles vorher zerkleinert wird, gelangt das Material viel leichter durch das Absaugrohr in den 1650 Liter fassenden Matev-Bunker. Anders als früher bei gröberem Material lässt sich der Hochkippbunker nun viel vollständiger befüllen. Auch hier sehen wir also einen Kapazitätsgewinn.‘
HagenProfi Gen II
2009 führte Dabekausen in den Niederlanden mit seinem ersten Prototyp das mechanische Heckenschneiden und gleichzeitige Absaugen ein. Dieses Gesamtkonzept trägt den Namen HagenProfi. Wegen seiner Stabilität bauen wir unseren HagenProfi in der Regel auf 1,80 m breite semikompakte Traktoren und Geräteträger auf. Denken Sie an einen Boomer 50, einen John Deere 4066 oder einen Multihog, Holder oder Kärcher. Mit diesen können Sie auf den meisten Rad- und Gehwegen problemlos arbeiten. Auch leichtere Modelle sind möglich, nämlich an Kompakttraktoren wie der John Deere 3er-Serie oder der New Holland 30/35er-Serie. Dann kann man auch auf 1,50 m schmalen Bürgersteigen arbeiten. Nach dem ersten Prototyp baute Dabekausen 10 bis 15 solcher Systeme pro Jahr. In dieser Zeit wurde eine Reihe von Innovationen eingeführt. Wir sind jetzt so weit, dass wir es als System der zweiten Generation bezeichnen“, ist Huijsmans überzeugt. Daher auch der Name HagenProfi Gen II“.